Dichtheitsprüfung nach §61a

Dichtheitsprüfung privater Hausanschlüsse

Die Gemeinden sind seit vielen Jahren dazu verpflichtet ihre Kanalnetze regelmäßig auf Dichtheit überprüfen zu lassen und gegebenenfalls zu sanieren. Ein wesentlich größerer Teil des Kanalnetzes befindet sich jedoch auf den Privatgrundstücken und somit ist es verständlich, dass hier etwas getan werden muss. Denn, was nützt es, wenn die öffentlichen Kanäle dicht sind, die privaten aber nicht und somit unserer Umwelt schaden. Marode Abwasserkanäle belasten nicht nur ihren Geldbeutel sondern stellen auch eine massive Bedrohung der Umwelt und unserer aller Gesundheit dar. Zum Beispiel verschmutzt das durch undichte Kanäle heraustretende Abwasser ungehindert den Boden, das Grundwasser und dies gelangt schließlich und letztendlich wieder in unser Trinkwasser. Möchten Sie das?

 

Wer muss seine privaten Hausanschlussleitungen überprüfen lassen?

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat per Grunderlass alle Grundstückseigentümer  gesetzlich durch §61a Absatz 3 und 4 (LadesWasserGesetz)NRW verpflichtet seine privaten Abwasserleitungen bis zum 31.12.2015 auf Dichtheit überprüfen zu lassen.

Neu errichtete Hausanschlüsse müssen ab sofort durch Sachkundige auf Dichtheit geprüft werden.

Nach der Dichtheitsprüfung stellt der Sachkundige eine Bescheinigung über das Ergebnis aus, diese ist auf Verlangen der jeweiligen Gemeinden vorzulegen.

Die Gemeinden haben das Recht durch Satzung auch kürzere Zeiträume und Fristen für die erstmalige Prüfung festzulegen. Hierzu informieren Sie sich bitte bei Ihrer zuständigen Gemeinde. Danach ist, bis zur nächsten Prüfung eine Frist von max. 20 Jahren einzuhalten.

Welche Hausanschlussleitungen müssen überprüft werden?

Alle Abwasserleitungen auf dem Grundstück, die im Erdreich oder unzugänglich verlegt sind und Schmutzwasser ableiten, müssen auf Dichtheit überprüft werden. Dazu gehören auch Leitungen unter der Bodenplatte, nicht aber innerhalb des Gebäudes.

Ab wo müssen Sie ihre Abwasserleitungen überprüfen lassen?

In der Entwässerungssatzung Ihrer Gemeinde ist geregelt , wo die Zuständigkeit der Kommunen aufhört und die Verantwortung des Grundstückseigentümer anfängt. In der Regel liegt die Zuständigkeitsgrenze am Übergang von Anschlussleitung an den öffentlichen Kanal, d.h. auch das Kanalstück ab der Grundstücksgrenze bis zum öffentlichen Kanal zählt als privater Hausanschluss und fällt damit in den Zuständigkeitsbereich des Grundstückseigentümer. Auch hierzu fragen Sie bitte in ihrer Gemeinde nach.(siehe auch Skizze oben)

Wir, das Ingenieurbüro Schommer bieten Ihnen Unterstüzung bei der Überprüfung ihres Abwasserkanals an. Der Büroinhaber, Dipl.-Ing. Peter Schommer ist "zertifizierter Berater Grundstücksentwässerung". Er ist unabhänigig, kennt die Tricks und kann Sie z.B. davor bewahren, dass Sie an sogenannte "Kanalhaie" geraten, die gerade jetzt, wo alle noch etwas unsicher mit dem Thema umgehen, versuchen hier schnelles Geld zu verdienen. 

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